Jayden Brobbey

Mein Weg der Hoffnung

Reich geboren. Als Strassenkind im Elend gelebt. In die Schweiz ausgewandert und ausgebildet. Nun Schulleiter in Ghana.

Ich wuchs in einer reichen ghanaischen Familie auf. Vieles wurde mir gekauft und geschenkt, emotionale Nähe und Liebe habe ich hingegen nur wenig erlebt. Das nagte so sehr an mir, dass ich im Alter von zehn Jahren beschloss, wegzulaufen. Weg von zuhause, weg von meiner Familie.

Als zehnjähriges Kind auf den Strassen von Kumasi lernte ich früh, was es heisst, auf mich selbst schauen zu müssen. Ich war bettelarm und hatte weder ein Dach über dem Kopf noch geregelte Mahlzeiten. Es war hart. Die Erfahrung der Obdachlosigkeit verankerte früh in meinem Leben den Wunsch in meinem Herzen, zukünftig für Kinder in schwierigen Situationen da zu sein. Nach zwei harten, schwierigen und erlebnisreichen Jahren kehrte ich zu meinen Eltern zurück. Weitere drei Jahre später, in denen ich die meiste Zeit bei meinen Grosseltern gelebt habe, reiste ich mit meiner Mutter in die Schweiz. Die neue Sprache, die Kultur und das Bildungssystem überforderten mich anfangs. Nach den ersten, wenig erfolgreichen Gehversuchen landete ich mit 19 Jahren in der Streetchurch.

«Mein Ziel ist es, eine Brücke der Hoffnung für junge Menschen zu werden, damit sie zu Mitgestaltenden einer Gesellschaft werden, die von Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Solidarität getragen ist.»

In der Streetchurch wurde ich mit offenen Armen empfangen. Dort versuchte ich, mich auf das Arbeitsleben vorzubereiten und die deutsche Sprache vertieft zu lernen. Meine Lernreise bei der Streetchurch hat mich aber nicht nur auf die Arbeitswelt vorbereitet. Ich durfte auch lernen, was es braucht, um Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen. Sowohl der Geschäftsleiter, wie auch der theologische Leiter nahmen sich Zeit für mich und meinen Wunsch, Hoffnung nach Ghana zu bringen. Ich habe viel mit den Mitarbeitenden gesprochen und wurde ernst genommen und angehört – das hat mir sehr gut getan.

An der «Grace Ebenzer School», die ich im Jahr 2021 erbte
2021 reiste ich zum ersten Mal wieder nach Ghana und erfuhr, dass ich dort eine Schule, die von meiner Urgrossmutter gegründet wurde, leiten soll. Mir wurde durch eine Erbschaft die Verantwortung als Schulleiter der «Grace Ebenezer School», mit rund 600 Kindern und Schüler:innen, übertragen.
Unsere Mission

«Wir unterstützen, ermutigen und inspirieren junge Menschen, damit sie mit Vertrauen und Hoffnung ihre eigene Vision finden können.»

Kontaktformular

Wir freuen uns von Ihnen zu lesen!